Pflanzenernährung

Die Pflanzenernährung ist die Gesamtheit aller Prozesse, die der Aufnahme, dem Transport, der Assimilation und der Funktion anorganischer und organischer Nährstoffe in Pflanzen dienen. Sie umfasst die Versorgung mit Makronährstoffen (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium, Schwefel) sowie Mikronährstoffen (u. a. Eisen, Mangan, Zink, Bor, Kupfer, Molybdän) und berücksichtigt deren Verfügbarkeit in der Bodenlösung, die Aufnahme durch die Wurzel sowie die Wechselwirkungen mit Bodenparametern wie pH-Wert, Redoxpotenzial und Wasserhaushalt.

Gegenstand der angewandten Pflanzenernährung ist die bedarfsgerechte Düngung gemäß der Düngeverordnung (DüV) in Deutschland bzw. dem Aktionsprogramm Nitrat in Österreich. Die Bemessung erfolgt auf Basis von Bodenuntersuchungen (z. B. CAL-Methode), Pflanzenanalysen und standortspezifischen Ertragserwartungen. Ziel ist die Sicherstellung einer ausgewogenen Nährstoffversorgung zur Aufrechterhaltung physiologischer Funktionen wie Photosynthese, Proteinsynthese und Zellwandstabilität. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die Düngebedarfsermittlung und die Sperrfristen, sind verbindlich einzuhalten, um Nährstoffausträge in Gewässer zu minimieren und die Nährstoffeffizienz zu optimieren.

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