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Grundfuttermittel

Als Grundfuttermittel werden in der landwirtschaftlichen Tierernährung jene Futtermittel bezeichnet, die aufgrund ihres hohen Anteils an Rohfaser und ihrer strukturellen Beschaffenheit die Basis der Ration für Wiederkäuer und andere Pflanzenfresser bilden. Dazu zählen vor allem Grünfutter, Silagen, Heu sowie Stroh. Im Gegensatz zu Kraftfuttermitteln weisen sie eine geringere Energiedichte auf und dienen primär der Aufrechterhaltung der Pansenfunktion und der Wiederkauaktivität. Die Einordnung als Grundfuttermittel ist nicht nur tierphysiologisch, sondern auch rechtlich relevant, etwa im Rahmen der Düngeverordnung (DüV) in Deutschland und der österreichischen Dünge- und Futtermittelgesetzgebung, wo sie bei der Berechnung des Nährstoffanfalls und der betrieblichen Flächenbilanzierung eine Rolle spielen.

Die Qualität und der Nährstoffgehalt von Grundfuttermitteln unterliegen natürlichen Schwankungen, die durch Vegetationsstadium, Konservierungsverfahren und Witterung beeinflusst werden. Eine sachgerechte Silierung oder Trocknung ist Voraussetzung für eine verlustarme Lagerung und eine gleichbleibende Futterqualität. In der Fütterungspraxis werden Grundfuttermittel in der Regel als ad libitum-Komponente vorgelegt, während die Zufütterung von Mineralstoffen und Kraftfutter bedarfsgerecht ergänzt wird. Die Bewertung erfolgt über die Weender Futtermittelanalyse sowie über Parameter wie Verdaulichkeit und Energiegehalt, die in offiziellen Futterwerttabellen dokumentiert sind.

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