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klimaangepasste Jungbäume

Klimaangepasste Jungbäume bezeichnen in der Land- und Forstwirtschaft Gehölzpflanzen in der Anwuchsphase, die durch züchterische Selektion, Herkunftswahl oder vegetative Vermehrung über Eigenschaften verfügen, die eine erhöhte Toleranz gegenüber abiotischen Stressfaktoren des Klimawandels aufweisen. Dazu zählen insbesondere verlängerte Trockenperioden, Hitzeereignisse, Spätfrost sowie veränderte Niederschlagsverteilungen. Die Eignung wird anhand standardisierter Verfahren wie Trockenstresstests, physiologischer Messungen der Wassernutzungseffizienz und phänologischer Beobachtungen bewertet. In der Praxis umfasst der Begriff auch die Verwendung standortgerechter, trockenheitsresistenter Provenienzen heimischer Arten sowie die Integration gebietsfremder, aber nicht invasiver Baumarten, sofern diese den Anforderungen des Forstvermehrungsgutgesetzes (FoVG) bzw. des österreichischen Forstvermehrungsgutgesetzes entsprechen.

Die Pflanzung klimaangepasster Jungbäume ist ein Bestandteil der adaptiven Waldbewirtschaftung und wird im Rahmen von Förderprogrammen wie der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und ÖPUL 2023+ in Österreich unterstützt. Rechtlich relevant ist die Einhaltung der Herkunftsempfehlungen der jeweiligen Länder sowie die Berücksichtigung der Düngeverordnung bei der Kulturbegründung. Die Verwendung solcher Pflanzen zielt auf die Erhöhung der Bestandesstabilität und die Sicherung der Waldfunktionen ab, ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit einer angepassten Bestandespflege und eines integrierten Risikomanagements.

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