KI in der Landwirtschaft
KI in der Landwirtschaft bezeichnet den Einsatz von Verfahren der künstlichen Intelligenz, insbesondere des maschinellen Lernens, zur Analyse und Nutzung agrarrelevanter Daten. Anwendung findet diese Technologie in der teilflächenspezifischen Bewirtschaftung, der automatisierten Unkrauterkennung und -bekämpfung, der Ertragsprognose sowie in der Tierhaltung zur Gesundheitsüberwachung. Grundlage bilden Sensordaten, Satellitenbilder und Wetterdaten, die mittels Algorithmen zu Entscheidungsempfehlungen für Betriebsabläufe verarbeitet werden.
Die rechtliche Einordnung erfolgt in Österreich und Deutschland über die allgemeinen Datenschutzbestimmungen der DSGVO sowie über fachrechtliche Vorgaben, etwa der Düngeverordnung, deren Dokumentationspflichten durch KI-gestützte Systeme erfüllt werden können. Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln bleibt unberührt; KI-Systeme dienen lediglich der Applikationsoptimierung. Im Rahmen des österreichischen ÖPUL-Programms können KI-basierte Präzisionsverfahren förderfähig sein, sofern sie nachweislich Umweltziele unterstützen. Die Technologie unterliegt keiner spezifischen Regulierung, sondern wird durch bestehende Haftungs- und Produktsicherheitsnormen erfasst. Eine vollständige Autonomie der Systeme besteht nicht; die letztverantwortliche Entscheidung verbleibt beim Betriebsleiter.

