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Nutzhanf

Nutzhanf bezeichnet Sorten der Art Cannabis sativa L., die aufgrund ihres geringen Gehalts an Tetrahydrocannabinol (THC) von unter 0,3 Prozent (in Österreich und Deutschland) für den landwirtschaftlichen Anbau zugelassen sind. Der Anbau erfolgt auf Grundlage der jeweiligen nationalen Suchtmittelgesetzgebung sowie der EU-Verordnung 2021/2115, die den Anbau von zertifiziertem Saatgut mit maximal 0,2 Prozent THC (EU-weit) regelt. Landwirte müssen den Anbau melden und unterliegen Kontrollen durch die zuständigen Behörden.

Die Kultur wird als vielseitige Faser-, Öl- und Eiweißpflanze genutzt. Die Fasern aus dem Stängel dienen der Herstellung von Dämmstoffen, Textilien und Verbundwerkstoffen. Die Samen liefern Speiseöl mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sowie Presskuchen als Futtermittel. Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist Nutzhanf auf ökologischen Vorrangflächen förderfähig, sofern die THC-Grenzwerte eingehalten werden. Die Düngebedarfsermittlung erfolgt gemäß Düngeverordnung, wobei der Stickstoffbedarf mit etwa 100 bis 150 kg N/ha veranschlagt wird. Der Anbau ist auf gut drainierten, mittelschweren Böden mit ausreichender Wasserversorgung ertragssicher. Krankheiten wie der Hanfwelke (Fusarium spp.) erfordern eine weite Fruchtfolge.

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