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Mastkalbinnen

Die Mastkalbin ist ein weibliches Rind (weibliches Tier der Gattung Bos taurus), das nach der Geschlechtsreife, jedoch vor der ersten Abkalbung, zur Erzeugung von Rindfleisch gemästet wird. Im Gegensatz zu Mastbullen weisen Mastkalbinnen einen höheren Verfettungsgrad auf, was sich in einer feineren Fasermarmorierung und einem tendenziell zarteren Fleisch niederschlägt. Die Haltung und Fütterung erfolgt überwiegend intensiv mit energiereichem Futter, wobei die Tiere in der Regel im Alter von 16 bis 24 Monaten ein Schlachtgewicht von etwa 550 bis 650 Kilogramm erreichen. Die Einstufung erfolgt im EU-Handelsklassensystem für Schlachtkörper, wobei die Fleischigkeit und der Fettgehalt der Schlachtkörper gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1308/2013 klassifiziert werden. In Deutschland und Österreich unterliegt die Mastkalbinnenhaltung den Vorgaben der TierSchNutztV beziehungsweise der österreichischen 1. Tierhaltungsverordnung, die Mindestanforderungen an Platz, Licht und Beschäftigungsmaterial definieren. Die Düngeplanung der anfallenden Wirtschaftsdünger richtet sich nach der Düngeverordnung (DüV) in Deutschland beziehungsweise dem Aktionsprogramm Nitrat in Österreich, um Nährstoffüberschüsse zu vermeiden. Die wirtschaftliche Bewertung der Mast erfolgt über die Differenz zwischen Zukaufs- beziehungsweise Aufzuchtkosten und dem Erlös aus der Schlachtkörpervermarktung, wobei die Futterverwertung und die täglichen Zunahmen die zentralen Leistungsparameter darstellen.

Die Mast von Kalbinnen stellt eine spezielle Form der Rindermast dar, die sich von der Bullenmast durch geringere tägliche Zunahmen und einen höheren Futteraufwand je Kilogramm Zuwachs unterscheidet. Als weibliche Tiere weisen sie ein geringeres endgültiges Wachstumspotenzial auf, was eine frühere Schlachtreife bedingt. Die Auswahl der Tiere erfolgt häufig aus der eigenen Nachzucht oder über den Handel, wobei auf eine hohe Fundamentstabilität und ein ausgeglichenes Temperament geachtet wird. Die Fütterung basiert auf Grundfutter wie Silomais oder Grassilage, ergänzt durch Kraftfutter, um eine ausreichende Energieversorgung sicherzustellen. Die Haltung erfolgt in der Regel in Laufställen mit planbefestigten oder Spaltenböden, wobei die Bereitstellung von strukturiertem Futter und Beschäftigungsmaterialien gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Mastkalbinnenproduktion trägt zur Nutzung weiblicher Tiere aus der Milchviehhaltung bei, die nicht für die Reproduktion benötigt werden, und stellt damit einen integralen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft in der Rinderproduktion dar.

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