Header monbile

Monitoringfallen

Monitoringfallen sind standardisierte Fangvorrichtungen zur quantitativen Erfassung von Schadorganismen im Pflanzenbau. Sie dienen der populationsdynamischen Überwachung und ermöglichen die zeitliche und räumliche Dokumentation des Auftretens relevanter Insektenarten wie etwa des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis) oder des Apfelwicklers (Cydia pomonella). Die Fallen basieren auf artspezifischen Lockstoffen (Pheromonen) oder optischen Reizen (Farbtafeln) und sind gemäß der Richtlinie 2009/128/EG sowie der österreichischen Pflanzenschutzmittelverordnung 2011 ein zentrales Element des integrierten Pflanzenschutzes. Die erhobenen Fangzahlen werden in Warn- und Entscheidungsmodellen verwendet, um Bekämpfungsschwellen zu ermitteln und Behandlungszeitpunkte zu optimieren. In Deutschland und Österreich kommen überwiegend Delta- oder Schlitzfallen mit austauschbaren Klebeplatten zum Einsatz, deren Auswertung in festgelegten Intervallen erfolgt. Die Ergebnisse unterliegen der Dokumentationspflicht gemäß § 10 der Düngeverordnung (DüV) und werden im Rahmen von Förderprogrammen wie ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) als Nachweis für eine reduzierte Pflanzenschutzmittelanwendung anerkannt. Monitoringfallen sind nicht zur direkten Bekämpfung geeignet, sondern ausschließlich als Entscheidungshilfe im Rahmen einer fachlich fundierten Schaderregerüberwachung.

Anzeige
Anzeige
Anzeige