PV-Leistung
Die PV-Leistung bezeichnet in der Landwirtschaft die elektrische Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen (STC), angegeben in Kilowatt-Peak (kWp). Sie beschreibt die maximal mögliche Gleichstrom-Abgabe eines Solarmoduls bei einer Einstrahlung von 1.000 W/m², einer Modultemperatur von 25 °C und einer Luftmasse von 1,5. Im landwirtschaftlichen Kontext ist die PV-Leistung ein zentraler Planungsparameter für Freiflächenanlagen, Agri-Photovoltaik-Systeme (Agri-PV) sowie für Dachanlagen auf Wirtschaftsgebäuden. Die tatsächlich erzeugte Wechselstromleistung liegt systembedingt unter der Nennleistung; der Verhältniswert wird als Performance Ratio (PR) bezeichnet.
Rechtlich relevant ist die PV-Leistung in Deutschland und Österreich insbesondere für die Vergütungshöhe nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beziehungsweise dem österreichischen Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), da diese an Leistungsklassen gekoppelt ist. Zudem bestimmt die installierte Leistung die förderrechtliche Einstufung von Agri-PV-Anlagen, etwa hinsichtlich der Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen. Für die Netzanbindung und die Eigenverbrauchsoptimierung ist die PV-Leistung maßgeblich für die Dimensionierung der Wechselrichter und der Trafostation. Die tatsächliche Jahresertragsmenge (kWh) hängt von der Globalstrahlung, der Ausrichtung, der Neigung und der Verschattung ab und ist nicht mit der installierten PV-Leistung gleichzusetzen.


