Zweikreiselschwader
Ein Zweikreiselschwader ist eine landwirtschaftliche Maschine zur Grünlandernte, die dem Zusammenfassen von Mähgut zu einem Schwad dient. Er verfügt über zwei gegenläufig rotierende Kreisel, deren Federzinken das Erntegut vom Boden aufnehmen und seitlich in der Mitte ablegen. Die Arbeitsbreite ist im Vergleich zu Einkreiselschwadern größer und über die Auslenkung der Kreisel sowie die Zapfwellendrehzahl an die Erntebedingungen anpassbar. Moderne Geräte sind hydraulisch klappbar, besitzen eine durchgehende Rahmenkonstruktion mit Entlastungsrädern und werden über die Dreipunktaufhängung oder als Anhängervariante geführt. Eine Steuerung über ISOBUS-Terminals ermöglicht die Dokumentation von Arbeitsdaten, wobei die Einstellung der Zinkenabstützung und der Schwadbreite weiterhin manuell erfolgt. Die Maschine findet vorrangig Einsatz in der Heu- und Silageproduktion, insbesondere bei hohen Flächenleistungen.
Rechtlich unterliegt der Zweikreiselschwader in Deutschland und Österreich der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, wodurch eine CE-Konformität und die Einhaltung von Sicherheitsabständen zu rotierenden Teilen verbindlich sind. Für den Straßentransport gelten die jeweiligen nationalen Straßenverkehrszulassungen hinsichtlich Beleuchtung, Kennzeichnung und Abmessungen. Im Betrieb sind die Vorgaben der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft beziehungsweise der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt zur Vermeidung von Schleuder- und Fangstellen einzuhalten. Eine regelmäßige Prüfung der Gelenkwellen, der Zinkenhalterungen und der Schutzhauben ist Teil der erweiterten Funktionserhaltung entsprechend den Herstellerangaben.

