Rohasche
Die Rohasche ist der anorganische Rückstand, der nach vollständiger Verbrennung organischer Substanz unter standardisierten Bedingungen (üblicherweise 550 °C) verbleibt. In der Weender Futtermittelanalyse dient sie als Maß für den Mineralstoffgehalt (Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium) in Futtermitteln und tierischen Produkten. Die Bestimmung erfolgt nach den Vorgaben der amtlichen Methodensammlung (§ 64 LFGB) bzw. der EU-Verordnung 152/2009. Ein erhöhter Rohaschegehalt kann auf natürliche Mineralstoffe oder auf Verunreinigungen wie Sand hinweisen; zur Differenzierung dient die säureunlösliche Asche. In der Düngung wird Rohasche (z. B. Holz- oder Getreideaschen) als Kalium- und Kalkträger eingesetzt. Die Aufbringung auf landwirtschaftlichen Flächen unterliegt in Deutschland den Grenzwerten der Düngemittelverordnung (DüMV) und der Düngeverordnung (DüV) sowie in Österreich den Vorgaben der Düngemittelverordnung 2004 und des Aktionsprogramms Nitrat. Eine Über- oder Unterversorgung mit Mineralstoffen lässt sich über die Rohasche nicht direkt beurteilen, weshalb sie nur als Summenparameter im Rahmen der Rationsgestaltung zu interpretieren ist.

