Alpe
Die Alpe (auch Alm oder Alp) bezeichnet im deutschsprachigen Alpenraum eine saisonal bewirtschaftete Weidefläche im Gebirge, die während der Sommermonate (in der Regel Mai bis September) mit Rindern, Schafen oder Ziegen bestoßen wird. Die Bewirtschaftung erfolgt durch einen landwirtschaftlichen Betrieb, dessen Stammbetrieb im Tal liegt; die Alpe dient als Nebenfläche. Der Begriff ist im westlichen Österreich (Tirol, Vorarlberg) sowie in den bayerischen Alpen und im Allgäu verbreitet. Die Alpung trägt zur Offenhaltung der Landschaft und zur Erhaltung der Biodiversität bei, ist jedoch primär eine Form der Futtergrundlage für die Wiederkäuerhaltung.
Rechtlich ist die Alpe in Österreich als Grundstück im Grundbuch erfasst und unterliegt den Förderkriterien des ÖPUL (Österreichisches Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft), insbesondere hinsichtlich des Verzichts auf mineralische Stickstoffdüngung und des angepassten Viehbesatzes. In Deutschland gelten die Regelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der Düngeverordnung, wobei die besonderen Hang- und Klimabedingungen bei der Erstellung von Nährstoffbilanzen berücksichtigt werden. Die Einhaltung der Weidehygiene, die Pflege von Weideflächen und die tiergerechte Haltung sind dabei zentrale Anforderungen der landwirtschaftlichen Fachpraxis.

