Stickstoffemissionen
Stickstoffemissionen bezeichnen die Freisetzung reaktiver Stickstoffverbindungen aus landwirtschaftlichen Quellen. Hauptkomponenten sind Ammoniak (NH3) aus der Tierhaltung und Düngerausbringung sowie Lachgas (N2O) aus mikrobiellen Umsetzungsprozessen im Boden. Auch die Auswaschung von Nitrat (NO3) ins Grundwasser wird als indirekter Stickstoffverlust betrachtet. Rechtliche Grundlagen in Deutschland bilden die Düngeverordnung (DüV) und die TA Luft; in Österreich die Düngemittelverordnung sowie das Aktionsprogramm Nitrat. Ziel der gesetzlichen Regelungen ist die Begrenzung der Stoffeinträge in Luft und Wasser. Technische Maßnahmen zur Minderung umfassen die emissionsarme Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, die Abdeckung von Güllelagern sowie eine optimierte Stickstoffdüngung nach N-Bedarf. Die Quantifizierung erfolgt über nationale Emissionsinventare und betriebliche Nährstoffvergleiche. Fortschritte in der Fütterung (N-reduzierte Rationen) und Verfahren der Stalltechnik tragen ebenfalls zur Reduktion bei.

