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Knowhow

Der Begriff Knowhow bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext die Gesamtheit des spezifischen, praxisorientierten Wissens und der erlernten Fertigkeiten, die für die Durchführung von Produktionsprozessen, Managemententscheidungen und betrieblichen Abläufen erforderlich sind. Es umfasst sowohl explizites, dokumentiertes Wissen (z. B. Anbauleitfäden, Düngepläne, Zuchtprogramme) als auch implizites, erfahrungsbasiertes Wissen (z. B. Beurteilung des Bodenzustands, Einschätzung des Tierverhaltens, Optimierung von Erntezeitpunkten). Im Jahr 2026 ist Knowhow in der Landwirtschaft zunehmend mit digitalen Technologien verknüpft, etwa der Interpretation von Sensordaten im Precision Farming, der Steuerung von automatisierten Melksystemen oder der Anwendung von Entscheidungsunterstützungssystemen für den Pflanzenschutz. Rechtlich relevant ist Knowhow im Rahmen des Betriebsübergangs, der Hofnachfolge oder vertraglicher Vereinbarungen, da es als immaterielles Wirtschaftsgut gelten kann. Die Sicherung und Weitergabe von Knowhow ist essenziell für die Betriebskontinuität und die Einhaltung von Standards, etwa der guten fachlichen Praxis gemäß Düngeverordnung oder der Cross-Compliance-Regelungen.