Mit Meisterwissen in die Zukunft der Landwirtschaft
101 top ausgebildete Meisterinnen und Meister
Die Meisterausbildung in der Land- und Forstwirtschaft ist die Basis für die optimale Entwicklung eines bäuerlichen Betriebs. Der Kurs hilft dabei, den eigenen Betrieb gut für die Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten aufzustellen. In Oberösterreich schlossen in der Bildungssaison 2025/26 insgesamt 101 Meisterinnen und Meister ihre landwirtschaftliche Berufsausbildung mit der Meisterprüfung ab. Viele zukünftige landwirtschaftliche Betriebsleiter nehmen die Möglichkeit wahr, in der Meisterausbildung die Kennzahlen und Daten ihres Betriebes genau zu analysieren und in der Meisterarbeit ein Betriebsentwicklungskonzept zu erarbeiten.
In der abgelaufenen Bildungssaison haben 12 Meisterinnen und 55 Meister den mehrjährigen Meisterkurs Landwirtschaft abgeschlossen. In der Forstwirtschaft können wir 18 neue Meister, im Fachgebiet Gartenbau drei Meisterinnen und in der Fischereiwirtschaft eine Meisterin und 12 Meister begrüßen.
Im feierlichen Ambiente des Agrarbildungszentrums Lambach wurden von Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, LK OÖ-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl, Präsident der LAK OÖ Gerhard Leutgeb sowie von der Obfrau der ARGE Meister OÖ Daniela Burgstaller die Meisterbriefe überreicht.
Ausgezeichnete Ergebnisse
Die Erfolgsstatistik zeigt, dass die Teilnehmenden an den Meisterkursen die Ausbildung intensiv nutzen und als Chance für die Betriebsentwicklung wahrnehmen. Rund ein Drittel der Teilnehmenden haben die Meisterprüfung jeweils mit ausgezeichnetem Erfolg, mit gutem Erfolg und mit Erfolg abgeschlossen.
Meisterkurs Fischereiwirtschaft – österreichweit
Eine kleinere aber dafür äußerst interessante Branche innerhalb der Landwirtschaft ist die Fischereiwirtschaft. Der Meisterkurs der Fischer wird in Oberösterreich in Zusammenarbeit mit der BAW Scharfling österreichweit organisiert. Die Ausbildung umfasst 380 Unterrichtseinheiten. In der Fischereiwirtschaft wird alle drei Jahre ein Meisterkurs abgeschlossen – der letzte Meisterabschluss war 2023.
Meister des Jahres 2026
Die Obfrau der ARGE Meister OÖ Daniela Burgstaller präsentierte die Meister des Jahres 2026. „Jede Meisterprüfung ist eine besondere Leistung. Die Anforderungen an das Engagement und das Zeitmanagement der Meister sind hoch, die zu erbringenden Arbeiten erfordern einiges an Aufwand“, betont Burgstaller. Aus der Gruppe der heurigen Meisterinnen und Meister wurden fünf Personen benannt, die sich auf unterschiedliche Weise besonders hervorgetan haben:
- Georg Bruneder aus Taufkirchen an der Pram ist Meister der Forstwirtschaft. Der Werkstoff Holz ist seine große Leidenschaft. Er machte eine Lehre als Zimmereitechniker, die HTL für Holztechnik und nun den Holzbaumeister. Er will nicht nur den Wald zukunftsfit bewirtschaften, sondern unterstützt auch als Selbstständiger im Bereich Forst und Holzbau andere Waldbesitzer mit der Betreuung ihrer Flächen.
- Natalie Kehrer ist aus Mauthausen und frisch gebackene Meisterin im Gartenbau. Sie ist gelernte Floristin, landwirtschaftliche Gärtnerin, diplomierte Kräuterpädagogin und Imkerin. Die Meister-Ausbildung machte sie mit dem Ziel, eines Tages die Gärtnerei FeldBlume als landwirtschaftlichen Betrieb im Vollerwerb zu führen.
- Sandra Neudorfer aus Neukirchen/Vöckla machte den Landwirtschaftsmeister. Sie bewirtschaftet mit ihrem Partner mittlerweile zwei Betriebe mit Milchviehhaltung und Jungviehaufzucht. Die Meisterausbildung bietet Neudorfer die Möglichkeit, das nötige Know-how aufzubauen, um die Betriebe gezielt weiterzuentwickeln.
- Johannes Öttl aus Neustift im Mühlkreis ist ebenfalls Landwirtschaftsmeister. Er ist gelernter Maurer und bewirtschaftet seit 20218 den elterlichen Betrieb. Sein Beweggrund, die Meisterausbildung zu machen, war den Betrieb auf längere Sicht im Vollerwerb zu führen.
- Georg Hobiger aus Ulrich bei Weitra im Waldviertel ist Fischereimeister. Wasser und alles, was darin und darauf lebt, war schon immer sein größtes Interesse. Mittlerweile bewirtschaftet er privat fünf Teiche und leitet die Teichwirtschaft mit 40 Hektar Teichfläche in der Fürstenberg’schen Forst- und Güterdirektion.

