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GAP

Die GAP (Gemeinsame Agrarpolitik) ist ein Politikbereich der Europäischen Union, der die landwirtschaftliche Produktion, die Einkommensstützung für Betriebe sowie die ländliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten, insbesondere in Österreich und Deutschland, regelt. Sie basiert auf einem mehrjährigen Finanzrahmen, aktuell für den Zeitraum 2023 bis 2027, und wird durch nationale Strategiepläne umgesetzt. Die GAP gliedert sich in zwei Säulen: Die erste Säule umfasst Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe, die an die Einhaltung von Konditionalitäten (erweiterte Cross-Compliance) gekoppelt sind, sowie Marktmaßnahmen. Die zweite Säule fördert die ländliche Entwicklung, etwa durch Agrarumweltprogramme (z. B. ÖPUL in Österreich) oder Investitionen in Betriebe. Rechtlich verankert ist die GAP in den EU-Verordnungen (EU) 2021/2115, (EU) 2021/2116 und (EU) 2021/2117, die unter anderem die Öko-Regelungen, die soziale Konditionalität und die Anforderungen an die Düngeverordnung definieren. Die Umsetzung erfolgt in Deutschland über das GAP-Direktzahlungen-Gesetz und in Österreich über das GAP-Strategiegesetz, wobei die Einhaltung der Fachrechtsvorschriften (z. B. Düngeverordnung, Pflanzenschutzmittelverordnung) Voraussetzung für die Förderung ist.