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extensive Landwirtschaft

Die extensive Landwirtschaft bezeichnet ein Produktionssystem der pflanzlichen und tierischen Erzeugung, das durch einen im Vergleich zur intensiven Landwirtschaft geringen Einsatz von Betriebsmitteln wie Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln, Kraftfutter und Energie pro Flächeneinheit gekennzeichnet ist. Charakteristisch sind niedrige Besatzdichten in der Tierhaltung und geringe Erträge je Hektar, die jedoch durch eine hohe Flächenproduktivität und eine geringe Umweltbelastung pro Flächeneinheit kompensiert werden können.

In der rechtlichen und förderpolitischen Praxis der Europäischen Union, insbesondere im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und nationaler Programme wie dem Österreichischen Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL), wird extensive Bewirtschaftung durch spezifische Maßnahmen definiert und gefördert. Dazu zählen beispielsweise die Beibehaltung von Dauergrünland, die Begrenzung des Viehbesatzes auf maximal 1,0 bis 1,4 Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar sowie der Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngung und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Die extensive Landwirtschaft dient primär der Erhaltung der Biodiversität, dem Schutz von Boden und Wasser sowie der Pflege von Kulturlandschaften, wobei die Wirtschaftlichkeit häufig durch öffentliche Ausgleichszahlungen gesichert wird.