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Versorgungssicherheit

Die Versorgungssicherheit in der Landwirtschaft beschreibt den Zustand, in dem die Bevölkerung eines definierten Raumes (z. B. eines Staates oder einer Region) zu jeder Zeit physischen, wirtschaftlichen und sozialen Zugang zu ausreichenden, sicheren und nahrhaften Nahrungsmitteln hat, um ein aktives und gesundes Leben zu führen. Sie umfasst die vier Dimensionen Verfügbarkeit, Zugang, Stabilität und Nutzung von Nahrungsmitteln. Die Verfügbarkeit wird durch die heimische Produktion, Lagerbestände und Importe sichergestellt. Der Zugang wird durch Einkommen, Marktpreise und Infrastruktur bestimmt. Die Stabilität bezieht sich auf die Widerstandsfähigkeit des Systems gegenüber Schocks wie Dürren, Überschwemmungen oder geopolitischen Krisen. Die Nutzung betrifft die Lebensmittelsicherheit und die Nährstoffqualität. Im Jahr 2026 wird die Versorgungssicherheit in Deutschland und Österreich durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, nationale Düngeverordnungen und das ÖPUL-Programm reguliert. Diese Instrumente zielen darauf ab, die Produktionsgrundlagen zu erhalten, ohne die natürlichen Ressourcen zu übernutzen. Die Bewertung der Versorgungssicherheit erfolgt über Indikatoren wie den Selbstversorgungsgrad, die Lagerhaltung von Getreide und die Diversität der Anbausysteme.