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Spritsparwettbewerb

Der Spritsparwettbewerb ist ein in Österreich und Deutschland im Rahmen von Agrarumweltprogrammen (z. B. ÖPUL 2023) etabliertes, freiwilliges Förderinstrument zur Reduktion des Dieselverbrauchs in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion. Ziel ist die Senkung von Treibhausgasemissionen und Betriebskosten durch eine optimierte Fahrweise und den Einsatz effizienter Technik. Teilnehmende Betriebe dokumentieren über einen festgelegten Zeitraum ihren Kraftstoffverbrauch pro Hektar und vergleichen diesen mit einem betriebsindividuellen Referenzwert oder einem regionalen Durchschnitt. Die Prämie wird gestaffelt nach der erzielten Einsparung ausgezahlt, wobei die Einhaltung der förderrechtlichen Vorgaben (z. B. Führung eines Schlagkarteis, Nachweis der Tankbelege) durch die zuständige Landwirtschaftskammer oder Bewilligungsstelle geprüft wird.

Technisch basiert der Wettbewerb auf der Erfassung des Kraftstoffverbrauchs mittels Durchflusssensoren oder CAN-Bus-Daten moderner Traktoren. Die Auswertung erfolgt über standardisierte Kennzahlen wie Liter pro Hektar und Stunde. Die Maßnahme ist rechtlich in die nationale Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) eingebettet und unterliegt den Kontrollbestimmungen der jeweiligen Landesverwaltung. Eine Doppelförderung mit anderen dieselbezogenen Prämien ist ausgeschlossen. Der Spritsparwettbewerb stellt ein rein technisches und betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument dar, das ohne politische Wertung die Effizienzsteigerung im Ackerbau und der Grünlandbewirtschaftung fördert.