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Stallmist

Stallmist ist ein organischer Dünger, der aus der Mischung von tierischen Exkrementen (Kot und Harn) sowie Einstreumaterialien wie Stroh, Sägespänen oder Torf besteht. Er entsteht in der landwirtschaftlichen Tierhaltung, insbesondere bei Rindern, Schweinen, Pferden, Schafen und Geflügel, und wird nach einer definierten Lagerungs- und Rottephase auf landwirtschaftliche Nutzflächen ausgebracht. Die Zusammensetzung variiert je nach Tierart, Fütterung, Einstreumenge und Lagerungsdauer. Stallmist enthält essentielle Pflanzennährstoffe wie Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) sowie organische Substanz, die zur Humusreproduktion und Bodenverbesserung beiträgt.

Die Anwendung von Stallmist unterliegt in Österreich und Deutschland strengen rechtlichen Vorgaben, insbesondere der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Verordnung (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft). So sind Sperrfristen für die Ausbringung, Mindestlagerkapazitäten und Aufzeichnungspflichten einzuhalten, um Nährstoffausträge in Gewässer zu vermeiden. Die sachgerechte Lagerung erfolgt in festen, abgedichteten Anlagen oder auf befestigten Flächen, um Sickerwasser zu kontrollieren. Stallmist wird als Wirtschaftsdünger eingestuft und ist von der Düngebedarfsermittlung umfasst. Die Ausbringungsmenge ist an den Nährstoffbedarf der Kulturen und die standortspezifischen Gegebenheiten anzupassen, um eine Überdüngung und damit verbundene Umweltbelastungen zu verhindern.