N-Düngung
Die N-Düngung bezeichnet die landwirtschaftliche Maßnahme der Zufuhr von Stickstoff (N) in den Boden oder direkt an die Kulturpflanze, mit dem Ziel, den pflanzlichen Stickstoffbedarf zu decken und Ertrag sowie Qualität des Ernteguts zu sichern. Stickstoff ist ein essenzieller Makronährstoff, der als Bestandteil von Aminosäuren, Proteinen und Chlorophyll maßgeblich das vegetative Wachstum und die Photosyntheseleistung beeinflusst. Die Ausbringung erfolgt vorwiegend in Form von mineralischen Düngemitteln (z. B. Kalkammonsalpeter, Harnstoff) oder organischen Düngemitteln (z. B. Gülle, Stallmist, Gärreste). Die Bemessung der N-Düngung richtet sich nach dem pflanzenspezifischen N-Bedarf, dem im Boden pflanzenverfügbaren Stickstoff (Nmin-Methode) sowie den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) in Deutschland und des Aktionsprogramms Nitrat in Österreich. Die DüV schreibt eine bedarfsgerechte und verlustminimierte Düngung vor, um Nitratausträge ins Grundwasser zu vermeiden. Wesentliche Rechtsgrundlagen sind die Düngeverordnung (DüV) in der Fassung von 2025 sowie die österreichische Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung. Eine ordnungsgemäße N-Düngung erfordert eine standortangepasste Aufteilung der Gaben, die Berücksichtigung von Sperrfristen und die Dokumentation aller Düngemaßnahmen.

