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Präzise Bewässerung

Präzise Bewässerung bezeichnet ein Verfahren der landwirtschaftlichen Beregnung, bei dem die Wasserausbringung exakt an den tatsächlichen Bedarf der Kulturpflanze angepasst wird. Dies erfolgt durch den Einsatz von Sensortechnik zur Erfassung der Bodenfeuchte, des Pflanzenwasserstatus sowie meteorologischer Daten in Echtzeit. Die Steuerung der Bewässerungssysteme, wie Tropf- oder Mikroberegnung, wird mittels algorithmusbasierter Entscheidungsmodelle automatisiert. Ziel ist die Minimierung von Sickerwasser- und Oberflächenabflussverlusten bei gleichzeitiger Optimierung des pflanzlichen Wasser- und Nährstoffangebots. In Österreich und Deutschland ist die präzise Bewässerung ein Element des wassersparenden Ressourcenmanagements, das im Rahmen von Agrarumweltprogrammen wie ÖPUL 2023+ förderfähig sein kann. Die rechtliche Grundlage bildet das Wasserrechtsgesetz (WRG 1959, BGBl. Nr. 215/1959) in Österreich sowie das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) in Deutschland, die eine wassersparende und effiziente Bewässerung fordern. Die Technik unterliegt den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) hinsichtlich der Vermeidung von Nährstoffausträgen durch kontrollierte Wasserführung.