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Dehydrierung

Die Dehydrierung bezeichnet in der Landwirtschaft den kontrollierten, technisch oder natürlich bedingten Entzug von Wasser aus pflanzlichen oder tierischen Produkten sowie aus landwirtschaftlichen Substraten. Im pflanzenbaulichen Kontext ist die Dehydrierung ein physiologischer Prozess, bei dem die Wasserabgabe der Pflanze die Wasseraufnahme übersteigt, was zu einem negativen Wasserbilanzsaldo führt. Ursachen können abiotische Stressfaktoren wie anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen oder ein zu geringes Bodenwasserangebot sein. In der landwirtschaftlichen Praxis wird die Dehydrierung gezielt zur Konservierung von Erntegütern, etwa bei der Heu- oder Trocknung von Getreide, eingesetzt. Dabei wird der Wassergehalt auf ein Niveau reduziert, das die mikrobielle Aktivität und enzymatische Prozesse hemmt. Im Bereich der Tierhaltung bezieht sich der Begriff auf den pathologischen Flüssigkeitsverlust des Tierkörpers, der durch unzureichende Wasseraufnahme oder erhöhte Verluste (z. B. Durchfall) entstehen kann. Die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Sicherstellung der Produktqualität bei technischer Dehydrierung sind in der Lebensmittelhygieneverordnung (EG) Nr. 852/2004 sowie in den nationalen Durchführungsbestimmungen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) festgelegt.