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Güllefässer

Als Güllefässer werden in der Landwirtschaft mobile, meist zylindrische Behälter aus Stahl oder Kunststoff bezeichnet, die dem Transport und der bodennahen oder breitflächigen Ausbringung von Flüssigmist (Gülle) dienen. Die Fassungsvermögen reichen typischerweise von 5.000 bis 20.000 Litern, wobei die Bauart durch die Anforderungen der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Maßnahmen (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) geprägt ist. Moderne Güllefässer sind mit einer Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteileinrichtung ausgestattet, um die Ammoniakemissionen zu reduzieren und eine exakte, verlustarme Nährstoffausbringung zu gewährleisten. Die Fahrzeuge sind zudem mit einer Wiegeeinrichtung oder Durchflussmessung zur Dokumentation der ausgebrachten Stickstoff- und Phosphatmengen gemäß der Stoffstrombilanzierung verpflichtend. Die Bereifung ist aufgrund des hohen Gesamtgewichts von bis zu 40 Tonnen auf eine bodenschonende Fahrweise ausgelegt, um Verdichtungen des Ackerbodens zu minimieren. Die Reinigung der Fässer erfolgt nach der Nutzung zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen und zur Einhaltung der Hygienevorschriften.