Wozu Tiergesundheitsdienst?

Der Unabhängige Bauernverband (UBV) spricht sich klar für die ersatzlose Streichung des Tiergesundheitsdienstes
(TGD) aus, wenn die zusätzlichen Kosten nicht von der öffentlichen Hand übernommen
werden. Die aktuelle Diskussion zeigt deutlich, dass der TGD von den Landwirten nie gewollt war und in
seiner derzeitigen Form weder praktikabel noch wirtschaftlich vertretbar ist.

Der TGD wurde vom Land Oberösterreich mit dem Ziel der Konsumentensicherheit eingeführt, verbunden
mit dem Versprechen, die entstehenden Kosten für die bäuerlichen Betriebe zu übernehmen. In der Praxis
hat sich jedoch ein umfangreicher Verwaltungsapparat entwickelt, der enorme finanzielle Mittel bindet und
durch unproduktive Strukturen gekennzeichnet ist. Auch der Versuch, die Kosten teilweise auf Tierärzte zu
verlagern, ändert nichts an der grundlegenden Problematik – am Ende zahlen wieder die Bauern.

Der Unabhängige Bauernverband fordert daher einen klaren Systemwechsel: Die TGD-Stunden sollen als
Sachkundeausweis für die Anwendung von Arzneimitteln ausreichen. Dieses Modell steht für mehr
Eigenverantwortung der Landwirte und eine Stärkung selbstständig tätiger Tierärzte.

Gleichzeitig fordert der UBV eine Reduzierung der Amtstierärzte. Die hochqualifizierten tierärztlichen
Spezialisten werden dringend in den ländlichen Regionen und in den Tierarztpraxen benötigt – nicht in
überbordenden Verwaltungsstrukturen.
Für den Unabhängigen Bauernverband ist klar: Über diese Grundsatzfrage gibt es nichts zu verhandeln. Es
braucht weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung und praxisnahe Lösungen für die Landwirtschaft.

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