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Zugpendelanhängung

Die Zugpendelanhängung ist eine mechanische Kopplungsvorrichtung zwischen einem landwirtschaftlichen Zugfahrzeug, in der Regel einer Zugmaschine (Traktor), und einem gezogenen Anbaugerät oder Anhänger. Sie dient der Übertragung von Zugkräften bei gleichzeitiger Ermöglichung einer definierten, horizontalen Pendelbewegung des Anhängers um eine vertikale Achse. Diese Bauform reduziert die auf das Zugfahrzeug wirkenden Seitenkräfte, insbesondere bei Kurvenfahrt oder unebenem Gelände, und verbessert so die Fahrstabilität und die Manövrierfähigkeit des Gespanns.

Die Konstruktion besteht aus einem zentralen Zugrahmen, der über ein Kugelgelenk oder ein spezielles Pendellager mit dem Fahrgestell des Anhängers verbunden ist. Im Gegensatz zu einer starren Deichsel ermöglicht die Zugpendelanhängung einen seitlichen Ausschlag des Anhängers, ohne dass die Zugstange des Traktors einer Torsionsbelastung ausgesetzt wird. Dies ist besonders bei schweren Transportfahrzeugen, etwa für Gülle oder Erntegut, sowie bei gezogenen Maschinen wie Kreiselheuern oder Schwadern von Bedeutung. Die Bauweise unterliegt den Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) in Deutschland und der entsprechenden österreichischen Rechtslage, insbesondere hinsichtlich der maximal zulässigen Pendelwinkel und der Sicherung gegen unkontrolliertes Ausschwenken.