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Vertical Farming

Vertical Farming bezeichnet ein Anbauverfahren für pflanzliche Produkte, bei dem die Kulturführung in mehreren, vertikal übereinander angeordneten Ebenen innerhalb geschlossener, kontrollierter Umgebungen erfolgt. Die Produktion findet in der Regel ohne landwirtschaftliche Nutzfläche im Freiland oder in Gewächshäusern statt und basiert auf erdelosen Kultursystemen wie Hydroponik, Aeroponik oder Aquaponik. Die essenziellen Wachstumsfaktoren Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Nährstoff- und CO₂-Versorgung werden durch technische Systeme präzise gesteuert und überwacht. Als Lichtquellen dienen überwiegend energieeffiziente Leuchtdioden (LED), deren Spektrum auf die jeweilige Pflanzenart und Entwicklungsphase abgestimmt wird. Der Anbau erfolgt ganzjährig, unabhängig von saisonalen und klimatischen Bedingungen. Typische Kulturpflanzen sind Blattsalate, Kräuter und Microgreens. Die rechtliche Einordnung in Deutschland und Österreich folgt dem Düngerecht, insbesondere der Düngeverordnung (DüV) und dem Pflanzenschutzrecht, wobei die geschlossenen Systeme oft als verfahrenstechnische Besonderheit gelten. Die Wirtschaftlichkeit wird maßgeblich durch hohe Investitions- und Energiekosten bestimmt, während der Wasser- und Flächenverbrauch im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft deutlich reduziert ist.