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Vegetationsphase

Die Vegetationsphase bezeichnet in der Agrarwissenschaft den Zeitraum innerhalb eines Jahres, in dem die klimatischen Bedingungen – insbesondere Temperatur und Wasserangebot – das Wachstum und die Entwicklung von Kulturpflanzen ermöglichen. Sie ist definiert als die Zeitspanne zwischen dem Austrieb beziehungsweise der Keimung im Frühjahr und dem Abschluss des vegetativen Wachstums im Herbst, der durch Blattverfärbung, Blattfall oder Abreife gekennzeichnet ist. In Österreich und Deutschland wird die Vegetationsphase häufig anhand der Tagesmitteltemperatur von mindestens 5 °C über einen Zeitraum von mehreren aufeinanderfolgenden Tagen abgegrenzt, wobei regional unterschiedliche Schwellenwerte Anwendung finden.

Die Länge der Vegetationsphase variiert standortabhängig und beeinflusst maßgeblich die Anbaueignung von Kulturen sowie die Terminierung acker- und pflanzenbaulicher Maßnahmen wie Aussaat, Düngung und Ernte. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und des ÖPUL-Programms ist die Vegetationsphase relevant für die Festlegung von Sperrfristen für die Ausbringung stickstoffhaltiger Düngemittel, da diese nur bei aufnahmefähigen Pflanzen erfolgen darf. Zudem dient sie als Referenzgröße für phänologische Beobachtungen und die Modellierung von Ertragsprognosen.

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