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Stallkonzepte

Stallkonzepte bezeichnen die Gesamtheit der baulichen, technischen und organisatorischen Planungsgrundsätze für die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere in geschlossenen oder teiloffenen Gebäuden. Sie umfassen die Anordnung von Liege-, Fress-, Lauf- und Funktionsbereichen, die Ausführung von Boden, Wänden, Decken und Lüftung sowie die Integration von Fütterungs-, Entmistungs- und Melktechnik. In Österreich und Deutschland richtet sich die Genehmigungsfähigkeit nach dem Baurecht, dem Tierschutzgesetz, der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sowie den jeweiligen Landesvorschriften; in Österreich zusätzlich nach der 1. Tierhaltungsverordnung. Emissionsrechtliche Vorgaben nach der TA Luft, der NEC-Richtlinie sowie wasserrechtliche Bestimmungen zu Jauche- und Silagesickersaft begrenzen die zulässigen Ammoniak- und Geruchsstoffeinträge.

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Die funktionale Auslegung orientiert sich an Tierart, Nutzungsrichtung, Leistungsniveau und Arbeitswirtschaft. Laufstall-, Anbindehaltungs- und Freilandkonzepte unterscheiden sich hinsichtlich Bewegungsangebot, Klimaführung und Investitionsbedarf. Planungsrelevante Kenngrößen sind Flächenangebot je Tier, Luftwechselrate, Schadgasgehalt und Entwässerungsgefälle. Rechtlich verbindlich sind zudem Vorgaben zur Kennzeichnung, Dokumentation und zum Seuchen- und Hygienemanagement.

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