regionale Wertschöpfung
Die regionale Wertschöpfung in der Landwirtschaft bezeichnet den monetären Mehrwert, der innerhalb eines geografisch abgegrenzten Raums durch die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse erzielt wird. Sie ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Output (Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen) und den Vorleistungen (z. B. Saatgut, Düngemittel, Energie, Futtermittel), die von außerhalb der Region bezogen werden. Maßgeblich ist der im Jahr 2026 geltende Rechtsrahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie nationaler Regelungen in Österreich und Deutschland. Die regionale Wertschöpfung wird durch Faktoren wie die Betriebsgröße, die gewählte Produktionsrichtung (z. B. Ackerbau, Tierhaltung, Direktvermarktung) und die Nutzung von Förderprogrammen (z. B. ÖPUL in Österreich) beeinflusst. Eine hohe regionale Wertschöpfung liegt vor, wenn ein großer Anteil der Wertschöpfungsstufen (Erzeugung, Veredelung, Handel) innerhalb der Region stattfindet und die Abflüsse von Zahlungen an externe Akteure minimiert werden. Die Berechnung erfolgt betriebswirtschaftlich als Kennzahl zur Analyse der regionalen Wirtschaftskraft und ist von politischen oder ideologischen Bewertungen strikt zu trennen.

