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Rebstock

Der Rebstock (Vitis vinifera subsp. vinifera) bezeichnet die veredelte oder unveredelte Kulturform der Weinrebe, die als mehrjährige, rankende Holzpflanze kultiviert wird. Botanisch zählt er zur Familie der Vitaceae und bildet ein tiefreichendes Wurzelsystem sowie eine oberirdische Sprossachse, die je nach Erziehungsform als Stamm, Kordon oder Bogen geführt wird. Die vegetative Vermehrung erfolgt über Pfropfreben, wobei die Unterlage (z. B. SO4 oder 5BB) die Wurzelbildung und die Edelsorte das Frucht- und Blattwerk bestimmt.

Im Jahr 2026 unterliegt der Rebstock in Österreich und Deutschland spezifischen agrarrechtlichen Regelungen, insbesondere der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Maßnahme „Begrünung im Weinbau“. Der Zusatzstoff- und Pflanzenschutzmitteleinsatz ist durch die EU-Verordnung 1107/2009 sowie die nationale Pflanzenschutzmittelverordnung reguliert. Der Rebstock ist eine Dauerkultur mit einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 30 bis 50 Jahren; seine phänologischen Entwicklungsstadien (Austrieb, Blüte, Fruchtansatz, Reife) werden nach der BBCH-Skala klassifiziert. Die Ertragsbildung hängt von der Assimilationsleistung der Blätter, der Wasserverfügbarkeit und der Nährstoffversorgung ab. Ein fachgerechter Rebschnitt im Winter sowie eine angepasste Laubarbeit sind Voraussetzung für eine qualitative und quantitative Traubenproduktion.

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