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Quaggamuschel

Die Quaggamuschel (Dreissena rostriformis bugensis) ist eine aus dem Schwarzmeer- und Kaspiseegebiet stammende, invasive Süßwassermuschelart, die sich seit ihrer Einschleppung in den 2010er-Jahren in mitteleuropäischen Gewässern etabliert hat. Sie gehört zur Familie der Dreikantmuscheln (Dreissenidae) und ist eng mit der Wandermuschel (Dreissena polymorpha) verwandt. Die Quaggamuschel zeichnet sich durch eine hohe Reproduktionsrate, eine Toleranz gegenüber niedrigen Wassertemperaturen und eine Fähigkeit zur Besiedlung großer Tiefen aus, was sie von der Wandermuschel unterscheidet.

In der Landwirtschaft und Fischereiwirtschaft verursacht die Quaggamuschel erhebliche technische und ökonomische Schäden. Sie besiedelt massenhaft Wasserentnahmesysteme, Bewässerungsrohre, Kühlwasserleitungen und Filteranlagen, was zu Verstopfungen, erhöhtem Wartungsaufwand und Betriebsunterbrechungen führt. Zudem entzieht die Muschel durch ihre hohe Filteraktivität dem Wasser Plankton, was die Nährstoffkreisläufe in Seen und Flüssen verändert und die Wasserqualität für die landwirtschaftliche Nutzung beeinträchtigen kann. Die Bekämpfung erfolgt vorrangig durch technische Maßnahmen wie mechanische Reinigung, thermische Behandlung oder den Einsatz von Bioziden, wobei die rechtlichen Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie und nationaler Gewässerschutzgesetze zu beachten sind. Eine vollständige Ausrottung der Art in befallenen Gewässern gilt als nicht realisierbar.