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PE-Rohre

PE-Rohre (Polyethylenrohre) sind Rohrleitungssysteme aus thermoplastischem Polyethylen, die in der Land- und Forstwirtschaft überwiegend für die Druckbewässerung, die Beregnung, die Trinkwasserversorgung von Tierbeständen sowie für die Ableitung von Drainagewasser eingesetzt werden. Die Werkstoffklassen PE 80 und PE 100 (nach DIN EN 12201 bzw. ISO 4427) unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Mindestfestigkeit (MRS) und des zulässigen Betriebsdrucks (PN-Wert). In der Praxis werden vorrangig Rohre mit einem Nenndruck von PN 6 bis PN 16 verwendet, wobei die Dimensionierung nach den hydrodynamischen Verhältnissen und dem Spitzenbedarf der Kulturflächen erfolgt.

Die Verlegung erfolgt in Österreich und Deutschland gemäß den anerkannten Regeln der Technik, insbesondere der DIN 8074/8075 sowie der ÖNORM EN 12201. Rechtlich relevant ist die Einhaltung der Trinkwasserverordnung (TWV) bei Kontakt mit Trinkwasser, wobei die Produkte eine entsprechende Konformitätsbescheinigung (KTW-Empfehlung bzw. UBA-Bewertung) aufweisen müssen. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Maßnahmen 2023 bis 2027 sind PE-Rohre als Bestandteil verlustarmer Ausbringtechniken oder für die unterirdische Tropfbewässerung relevant, da sie zur Reduktion von Nitrataustrag und zur Steigerung der Wasser-effizienz beitragen. Die Rohre sind chemisch resistent gegenüber Düngemittellösungen und bodenbürtigen Säuren, jedoch ist eine UV-Stabilisierung für oberirdische Verlegung erforderlich. Die Verbindungstechnik erfolgt bevorzugt durch Heizwendelschweißen oder Elektro-Muffenschweißen, um eine dauerhafte Dichtheit zu gewährleisten.

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