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NGOs

Als NGOs (Non-Governmental Organizations, Nichtregierungsorganisationen) werden im landwirtschaftlichen Kontext rechtlich eigenständige, gemeinnützige und nicht gewinnorientierte Organisationen bezeichnet, die unabhängig von staatlichen Stellen agieren. Sie treten als zivilgesellschaftliche Akteure auf, die sich mit ökologischen, sozialen oder entwicklungspolitischen Aspekten der Agrarproduktion befassen. Ihre Tätigkeit umfasst die wissenschaftliche Beratung, die Durchführung von Projekten zur nachhaltigen Landnutzung, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die kritische Begleitung agrarpolitischer Maßnahmen. In der Praxis wirken NGOs etwa bei der Zertifizierung von Bio-Produkten, der Förderung von Agroforstsystemen oder der Dokumentation von Umweltauswirkungen der Landwirtschaft mit. Die rechtliche Grundlage ihrer Arbeit in Deutschland und Österreich bildet das jeweilige Vereins- bzw. Stiftungsrecht. NGOs finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge, öffentliche Fördergelder oder private Spenden. Ihre Positionen sind nicht als repräsentativ für die gesamte Landwirtschaft zu verstehen, sondern spiegeln spezifische, satzungsgemäße Zielsetzungen wider.