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Mastitis

Die Mastitis ist eine entzündliche Erkrankung des Euters, die überwiegend bei Milchkühen, aber auch bei anderen laktierenden Säugetieren auftritt. Sie wird primär durch bakterielle Infektionen verursacht, wobei Erreger wie Staphylococcus aureus, Streptococcus agalactiae oder coliforme Keime die häufigsten Auslöser darstellen. Die Infektion erfolgt meist über den Strichkanal und führt zu einer lokalen Entzündungsreaktion, die durch erhöhte Zellzahlen in der Milch (somatische Zellen) und klinische Symptome wie Schwellung, Rötung, Schmerzhaftigkeit oder Veränderungen der Milchkonsistenz gekennzeichnet ist. Die Erkrankung wird in eine subklinische und klinische Form unterteilt, wobei die subklinische Mastitis ohne sichtbare Symptome verläuft, aber erhebliche wirtschaftliche Schäden durch Milchleistungsminderung und Qualitätseinbußen verursacht.

Die Diagnostik stützt sich auf die bakteriologische Untersuchung von Milchproben sowie die Messung der somatischen Zellzahl. Die Therapie erfolgt gemäß den Leitlinien des Tierarzneimittelrechts, vorrangig durch den Einsatz von antibiotischen Präparaten nach Antibiogramm, ergänzt durch antiphlogistische Maßnahmen. Im Rahmen der Milchviehhaltung in Deutschland und Österreich unterliegt die Mastitisbekämpfung den Vorgaben der Tiergesundheitsverordnung und der Milchgüteverordnung. Präventive Maßnahmen umfassen ein konsequentes Melkhygienemanagement, die Optimierung der Haltungsbedingungen sowie die regelmäßige Kontrolle des Eutergesundheitsstatus im Rahmen des Herdenmanagements.