LED-Lampen
LED-Lampen (Licht emittierende Dioden) sind in der modernen Landwirtschaft als elektrische Lichtquellen etabliert, die auf dem Prinzip der Elektrolumineszenz in Halbleitermaterialien basieren. Im Gegensatz zu konventionellen Leuchtmitteln wie Natriumdampf- oder Leuchtstofflampen wandeln sie elektrische Energie direkt in Licht um, was eine hohe Energieeffizienz und eine spezifische Steuerung des Lichtspektrums ermöglicht. In der Pflanzenproduktion, insbesondere im Gewächshausanbau und bei der vertikalen Landwirtschaft, werden LED-Lampen zur gezielten Ergänzung oder Substitution von Tageslicht eingesetzt. Die anpassbare spektrale Zusammensetzung, von blauen (ca. 450 nm) bis tiefroten (ca. 660 nm) Wellenlängen, erlaubt eine Optimierung der Photosynthese und Photomorphogenese, etwa zur Steuerung des Streckungswachstums oder der Blüteninduktion. In der Tierhaltung dienen spezielle LED-Systeme der Steuerung des Lichtregimes, um zyklische Verhaltensweisen wie Legeleistung oder Futteraufnahme zu beeinflussen. Die Technik unterliegt der CE-Kennzeichnung und den EMV-Richtlinien; in Österreich und Deutschland sind die Geräte nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) verkehrsfähig. Die Wärmeabgabe ist im Vergleich zu herkömmlichen Lampen geringer, was eine nähere Positionierung zu den Kulturpflanzen ohne Hitzeschäden erlaubt. Die Anschaffungskosten sind höher, die Betriebskosten durch die lange Lebensdauer von über 50.000 Betriebsstunden und den geringen Stromverbrauch jedoch niedriger.

