Laubsägerundholz
Laubsägerundholz bezeichnet entrindetes oder berindetes Rohholz von Laubbaumarten, das nach Dimension und Qualität für die Verarbeitung im Sägewerk bestimmt ist. Zu den häufig vermarkteten Baumarten zählen in Mitteleuropa vor allem Rotbuche, Eiche, Esche, Bergahorn und Vogelkirsche. Ausgehalten wird es als Stammholz in ganzer Länge oder als Abschnitt in festgelegten Längen. Die Vermessung erfolgt in der Regel über den Mittendurchmesser ohne Rinde und die Länge, das Volumen wird in Festmetern angegeben und Durchmesserklassen zugeordnet.
Die Sortierung richtet sich in Deutschland nach der Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel in Deutschland (RVR), in Österreich nach den Österreichischen Holzhandelsusancen (ÖHU). Beide Regelwerke unterscheiden Güteklassen, deren Abgrenzung von Merkmalen wie Ästigkeit, Krümmung, Drehwuchs, Rissen, Faulstellen, Insektenbefall sowie baumartenspezifischen Eigenschaften wie Rotkern bei Buche oder Braunkern bei Esche abhängt. Hochwertige Qualitäten werden zu Furnier oder Schnittholz für Möbel, Parkett und Innenausbau verarbeitet, geringere Qualitäten zu Paletten-, Verpackungs- oder Konstruktionsholz. Laubholz ist wegen erhöhter Anfälligkeit für Verfärbungen und Pilzbefall zeitnah nach dem Einschlag abzufahren und zu verarbeiten.


