Kreiselmäher
Ein Kreiselmäher ist eine landwirtschaftliche Mähmaschine zur Grünland- und Futterernte, die das Mähgut mittels rotierender, horizontal angeordneter Messertrommeln oder -scheiben schneidet. Konstruktiv wird zwischen Trommelmähwerken mit vertikal stehenden, zylindrischen Rotoren und Scheibenmähwerken mit flach liegenden, tellerförmigen Rotoren unterschieden. Beide Bauarten arbeiten nach dem Prinzip des freien Schnitts ohne Gegenschneide; die Schnittbreite liegt typischerweise zwischen 1,6 und über 10 Metern bei selbstfahrenden Großmähwerken. Der Antrieb erfolgt über die Zapfwelle des Traktors oder hydraulisch, die Drehzahl der Messerträger beträgt je nach Bauart und Durchmesser etwa 2.000 bis 3.000 Umdrehungen pro Minute. Aufgrund der hohen Flächenleistung und der Eignung für hohe Aufwuchsbestände hat der Kreiselmäher den Balkenmäher in der intensiven Grünlandbewirtschaftung weitgehend verdrängt.
Rechtlich unterliegen Kreiselmäher in Deutschland und Österreich den Vorschriften der Maschinenrichtlinie sowie den einschlägigen Normen für landwirtschaftliche Maschinen, insbesondere hinsichtlich Schutzeinrichtungen gegen herausgeschleuderte Fremdkörper. Im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen wie ÖPUL in Österreich oder den Greening-Verpflichtungen der Gemeinsamen Agrarpolitik können Schnittzeitpunkte und Mahdtechnik zur Erhaltung von Biodiversität und Wildtierschutz geregelt sein; die Verwendung von Kreiselmähern ist dabei nicht grundsätzlich eingeschränkt, jedoch können Auflagen zur Mahdhöhe oder zum Einsatz von Wildrettern bestehen.

