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Kombistreuer

Der Kombistreuer ist ein landwirtschaftliches Anbaugerät zur kombinierten Ausbringung von mineralischem Dünger und Pflanzenschutzmitteln (insbesondere Flüssigherbiziden) in einem Arbeitsgang. Die technische Konzeption vereint einen Schleuderstreuer für Granulat- oder Kristalldünger mit einer integrierten Pflanzenschutzspritzeinrichtung. Die Düngerausbringung erfolgt mittels rotierender Streuscheiben, während die flüssigen Pflanzenschutzmittel über separate Düsen direkt auf den Boden oder die Kultur appliziert werden. Die gleichzeitige Applikation beider Betriebsmittel dient der Reduktion von Überfahrten und der Schonung des Bodengefüges durch verminderte Verdichtung. Die exakte Steuerung der Ausbringmengen erfolgt über eine elektronische Steuerungseinheit, die eine teilflächenspezifische Applikation auf Basis von Ertragskarten oder Sensordaten ermöglicht. Die Anwendung des Kombistreuers unterliegt den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) und des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG). Insbesondere sind die Abstandsauflagen zu Gewässern sowie die Dokumentationspflichten für Düngung und Pflanzenschutzmitteleinsatz strikt einzuhalten. Die Geräteeinstellung erfordert eine präzise Kalibrierung beider Systeme, um eine gleichmäßige Verteilung und die Vermeidung von Überlappungen oder Fehlstellen zu gewährleisten.