Header monbile

Klimawandelanpassung

Die Klimawandelanpassung bezeichnet in der Landwirtschaft die Gesamtheit agronomischer, technischer und betriebsstruktureller Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Produktionssysteme an die bereits eingetretenen sowie die projizierten Folgen des Klimawandels anzupassen. Im Gegensatz zum Klimaschutz, der die Ursachen des Treibhauseffekts adressiert, zielt die Anpassung auf die Minderung von Ertragsrisiken und die Sicherung der Produktionsqualität unter veränderten abiotischen Bedingungen ab. Hierzu zählen die Züchtung und der Anbau trockenheits- und hitzetoleranter Kulturarten, die Optimierung des Bodenwasserhaushalts durch konservierende Bodenbearbeitung oder Beregnungsmanagement sowie die zeitliche Verschiebung von Aussaat- und Ernteterminen.

Rechtlich und förderpolitisch ist die Anpassung im Jahr 2026 in Österreich und Deutschland in den GAP-Strategieplänen verankert, etwa durch Öko-Regelungen zur Diversifizierung oder Investitionsförderungen für klimaresiliente Bewässerungstechnik. Betriebswirtschaftlich erfordert die Anpassung eine kontinuierliche Risikoanalyse, die standortspezifische Klimaprojektionen sowie die Anpassung von Dünge- und Pflanzenschutzstrategien an veränderte Schaderregerdruck- und Nährstoffverfügbarkeitsbedingungen berücksichtigt. Die Umsetzung erfolgt primär über ein integriertes Managementsystem, das acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen mit versicherungstechnischen Instrumenten zur Absicherung elementarer Produktionsrisiken kombiniert.

Anzeige
Anzeige
Anzeige