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Esch-Technik – Verkaufsberater Agrar

Kernölproduktion

Die Kernölproduktion bezeichnet die Gesamtheit der verfahrenstechnischen Prozesse zur Gewinnung von Öl aus dem Samenkern landwirtschaftlicher Kulturpflanzen, insbesondere aus Raps, Sonnenblumen, Leindotter, Kürbis und Hanf. Sie umfasst in der Regel die mechanische Kalt- oder Warmpressung mittels Schneckenpressen sowie nachfolgende Aufbereitungsschritte wie Filtration, Sedimentation und gegebenenfalls Raffination. Im Unterschied zur Ganzkornverarbeitung wird bei der Kernölproduktion die Samenschale vor dem Pressvorgang abgetrennt, wodurch der Ölgehalt im Pressgut erhöht und der Anteil unerwünschter Begleitstoffe, etwa Ballaststoffe und Bitterstoffe, reduziert wird. Die zurückbleibenden Presskuchen oder -kuchenmehle finden als proteinreiche Futtermittel Verwendung.

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Rechtlich unterliegt die Kernölproduktion in Österreich und Deutschland den Vorgaben des Lebensmittel- und Futtermittelrechts, einschließlich der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene sowie der nationalen Dünge- und Abfallvorschriften für die Verwertung von Nebenprodukten. Die Qualität des erzeugten Kernöls wird maßgeblich durch Saatgutqualität, Pressparameter wie Temperatur und Druck sowie Lagerbedingungen bestimmt. Kennzahlen wie Säuregehalt, Peroxidzahl und Fettsäuremuster dienen der objektiven Bewertung und sind in einschlägigen Normen, etwa der Codex-Alimentarius-Standards und DIN-Normen, festgelegt.

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