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Hochleistungssaatgut

Hochleistungssaatgut bezeichnet in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion Saatgut von Kulturpflanzen, das durch konventionelle Züchtung oder biotechnologische Verfahren (z. B. Hybridzüchtung, Gentechnik) gezielt auf eine überdurchschnittliche Ertragsleistung, verbesserte Resistenzen gegen Schaderreger oder erhöhte Stresstoleranz selektiert wurde. Es handelt sich um zertifiziertes Vermehrungsmaterial, das in der Regel nach dem Sortenschutzgesetz geschützt ist und nur von zugelassenen Züchtern oder Vertriebsunternehmen in den Verkehr gebracht werden darf. Die Verwendung von Hochleistungssaatgut ist in Österreich und Deutschland an die Einhaltung der Düngeverordnung (DüV) sowie der guten fachlichen Praxis gebunden, um Nährstoffauswaschungen zu vermeiden. Im ökologischen Landbau ist der Einsatz von Hochleistungssaatgut aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) gemäß EU-Öko-Verordnung untersagt; konventionell gezüchtete Hochleistungssorten sind hingegen zulässig, sofern sie nicht mit chemisch-synthetischen Beizmitteln behandelt wurden. Die Wahl des Saatguts erfolgt betriebsindividuell auf Basis von Standortbedingungen, Fruchtfolge und betriebswirtschaftlichen Kalkulationen.