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Esch-Technik – Verkaufsberater Agrar

genomische Methoden

Genomische Methoden sind Verfahren der Tier- und Pflanzenzüchtung, bei denen die Erbinformation (das Genom) eines Individuums direkt analysiert wird, um Aussagen über dessen genetische Veranlagung zu treffen. Grundlage ist meist die Typisierung tausender SNP-Marker (Single Nucleotide Polymorphisms) mithilfe von DNA-Chips. Die dafür benötigte DNA wird aus Gewebe-, Haar- oder Blutproben gewonnen. Im Unterschied zu gentechnischen Verfahren wird das Erbgut nicht verändert, sondern ausschließlich ausgelesen und statistisch ausgewertet.

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Zentrale Anwendung in der Rinderzucht ist die genomische Zuchtwertschätzung. Anhand einer Referenzpopulation mit bekannten Leistungs- und Genotypdaten werden die Effekte einzelner Marker geschätzt und auf junge, noch leistungslose Tiere übertragen. Dadurch lassen sich Zuchtwerte bereits beim Kalb mit höherer Sicherheit ermitteln als allein auf Basis der Abstammung, was das Generationsintervall verkürzt. In Österreich wird dieses Verfahren bei den großen Rinderrassen routinemäßig eingesetzt. Weitere Einsatzbereiche sind Abstammungskontrollen und der Nachweis von Erbfehlern. In der Pflanzenzüchtung dient die markergestützte Selektion der gezielten Auswahl auf Merkmale wie Krankheitsresistenz oder Qualitätseigenschaften.

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