Feldhygiene
Die Feldhygiene bezeichnet im Ackerbau die Gesamtheit aller vorbeugenden und direkten Maßnahmen zur Minimierung des Befallsdrucks durch Schaderreger, Unkräuter und Schädlinge. Ziel ist es, die Ausgangsbedingungen für die Folgefrucht zu optimieren und Ertragsverluste zu vermeiden. Kern der Feldhygiene ist die konsequente Beseitigung von Infektionsquellen und Überdauerungsstadien. Dazu zählen die fachgerechte Beseitigung von Ernterückständen, insbesondere von befallenen Pflanzenresten, die eine primäre Inokulumquelle für Pilzkrankheiten darstellen. Ebenso wichtig ist die mechanische Bekämpfung von Ausfallgetreide und Durchwuchs, die als Wirtspflanzen für Pathogene und Schädlinge dienen. Die tiefe oder flache Stoppelbearbeitung, das Walzen und das gezielte Striegeln sind klassische Verfahren der Feldhygiene. Auch die Wahl einer weiten Fruchtfolge und der Anbau resistenter Sorten sind indirekte, aber hochwirksame hygienische Prinzipien. Eine mangelhafte Feldhygiene führt zu einer Anreicherung von Krankheitserregern im Boden und zu einer verstärkten Verunkrautung, was den Pflanzenschutzmittelaufwand steigert und die Nachhaltigkeit der Produktion gefährdet.

