Durchmischung
Die Durchmischung bezeichnet in der Landwirtschaft einen physikalischen Prozess, bei dem Bodenbestandteile, organische Substanz, Düngemittel oder Pflanzenschutzmittel räumlich neu verteilt und homogenisiert werden. Sie erfolgt primär durch mechanische Bodenbearbeitungsgeräte wie Pflug, Grubber, Kreiselegge oder Fräse, wobei die Intensität von Arbeitstiefe, Werkzeuggeometrie und Fahrgeschwindigkeit abhängt. Ziel ist die Herstellung eines einheitlichen Wurzelraums, die Einarbeitung von Ernterückständen zur Förderung der Humusbildung sowie die Vermeidung von Nährstoffverlagerungen. In der Düngung wird Durchmischung zur gleichmäßigen Verteilung von Wirtschaftsdüngern oder Mineraldüngern im Boden angestrebt, um eine effiziente Nährstoffaufnahme durch die Kulturpflanze zu gewährleisten. Aus Sicht des Bodenschutzes ist eine übermäßige Durchmischung, insbesondere bei reduzierter Bearbeitung, kritisch zu bewerten, da sie das Bodengefüge stören und die biologische Aktivität beeinträchtigen kann. Die rechtlichen Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) sowie der guten fachlichen Praxis fordern eine standortangepasste Durchmischung, um Nährstoffausträge in Gewässer zu minimieren. In konservierenden Verfahren wird die Durchmischung auf das notwendige Maß beschränkt, um die Bodenstruktur zu schonen.
