Agrardrohne
Die Agrardrohne ist ein unbemanntes Luftfahrzeug (Unmanned Aerial Vehicle, UAV), das spezifisch für den Einsatz in der landwirtschaftlichen Produktion konzipiert ist. Sie dient als Trägersystem für verschiedene Sensoren und Applikationstechnik. Im Jahr 2026 umfasst ihr Einsatzspektrum die präzise Erfassung von Pflanzenparametern mittels Multispektralkameras zur Ermittlung von Vegetationsindizes, die Detektion von Schädlingsbefall oder Nährstoffmangel sowie die Erstellung von Biomassekarten. Darüber hinaus werden Agrardrohnen zunehmend zur punktgenauen Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln und Dünger eingesetzt, insbesondere in Steillagen oder bei nassen Bodenverhältnissen, wo bodengebundene Maschinen nicht einsetzbar sind. Der Betrieb unterliegt in Deutschland und Österreich strengen rechtlichen Vorschriften, insbesondere der EU-Durchführungsverordnung 2019/947 und dem Luftverkehrsgesetz. Für den Pflanzenschutzmitteleinsatz ist eine spezielle Erlaubnis nach § 22 Pflanzenschutzgesetz erforderlich, die eine Sachkunde und die Verwendung zugelassener Geräte voraussetzt. Die Technik ermöglicht eine teilflächenspezifische Bewirtschaftung im Sinne der Präzisionslandwirtschaft, wobei die Datenverarbeitung und die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen, etwa der DSGVO, integraler Bestandteil des Einsatzkonzepts sind.
