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CCS

Der Begriff CCS steht in der Landwirtschaft für „Carbon Capture and Storage“, also die Abscheidung und dauerhafte Speicherung von Kohlenstoffdioxid (CO₂). Im agrarwissenschaftlichen Kontext bezieht sich CCS vor allem auf Verfahren, die darauf abzielen, atmosphärisches CO₂ in landwirtschaftlich genutzten Böden oder Biomasse zu binden und langfristig der Atmosphäre zu entziehen. Technisch umgesetzt wird dies durch die Anreicherung von organischem Kohlenstoff im Boden, etwa über den Anbau von Zwischenfrüchten, die Zufuhr von Pflanzenkohle (Pyrolyse-Kohle) oder die Tiefeninjektion von CO₂ in geologische Formationen. Ein zentraler Effekt ist die Erhöhung des Humusgehalts, was die Bodenfruchtbarkeit und Wasserhaltefähigkeit verbessert. Die Effizienz von CCS-Maßnahmen wird mittels Kohlenstoffbilanzen und Bodenanalysen quantifiziert. Wichtig ist die Unterscheidung zur reinen Kohlenstoff-Sequestrierung: Während diese auf natürlichen Kreisläufen beruht, erfordert CCS oft technische Eingriffe oder spezielle Bewirtschaftungssysteme, um die dauerhafte Speicherung zu gewährleisten. Die Anwendung von CCS in der Landwirtschaft ist ein interdisziplinäres Feld, das Bodenkunde, Pflanzenbau und Verfahrenstechnik vereint.