Blühphase
Die Blühphase bezeichnet im pflanzenbaulichen Kontext den phänologischen Entwicklungsabschnitt einer Kulturpflanze, der durch das Aufblühen der Blütenorgane und die anschließende Bestäubung sowie Befruchtung gekennzeichnet ist. Sie stellt eine kritische Wachstumsperiode dar, in der die Pflanze ihre reproduktive Leistungsfähigkeit entfaltet. Agronomisch ist die Blühphase von zentraler Bedeutung für die Ertragsbildung, da hier die Anzahl der fertilen Blüten und der spätere Fruchtansatz determiniert werden. In der landwirtschaftlichen Praxis wird die Blühphase zur Steuerung von Kulturmaßnahmen herangezogen, insbesondere bei der Applikation von Pflanzenschutzmitteln, um Bienenschutzauflagen gemäß der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung einzuhalten. Auch die Düngeplanung, speziell die Schwefeldüngung bei Raps, orientiert sich am Beginn der Blühphase. Im ökologischen Landbau dient die Blühphase zudem als Indikator für die Bereitstellung von Trachtpflanzen für Bestäuberinsekten. Die exakte Bestimmung erfolgt über die BBCH-Codierung, wobei die Hauptblühphase für die meisten Getreidearten und Leguminosen zwischen BBCH 61 und BBCH 69 definiert ist.


