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Bienenweide

Die Bienenweide bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext eine Fläche oder einen Bestand an Pflanzen, die spezifisch zur Nahrungsversorgung von Honigbienen und anderen Bestäuberinsekten angelegt oder erhalten wird. Sie dient der Bereitstellung von Nektar und Pollen über einen möglichst langen Zeitraum im Jahresverlauf. In der Agrarlandschaft umfasst der Begriff sowohl temporäre Einsaaten, wie etwa Blühmischungen aus Phacelia, Buchweizen oder Kleearten, als auch dauerhafte Strukturen wie mehrjährige Wildblumenstreifen oder blühende Hecken. Die Anlage von Bienenweiden ist im Rahmen des Österreichischen Agrarumweltprogramms (ÖPUL) sowie in Deutschland über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) als förderfähige Maßnahme definiert. Rechtlich relevant ist die Sicherstellung, dass auf diesen Flächen keine bienengefährlichen Pflanzenschutzmittel angewendet werden, was durch die Bienenschutzverordnung und die gute fachliche Praxis im Pflanzenschutz geregelt wird. Die Eignung einer Bienenweide bemisst sich an der botanischen Zusammensetzung, dem Blühzeitpunkt und der Pollenqualität, wobei standortangepasste, regionale Saatgutmischungen bevorzugt werden, um eine ökologische Integration in die Fruchtfolge zu gewährleisten.