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Beetpflüge

Ein Beetpflug ist ein landwirtschaftliches Bodenbearbeitungsgerät, das zur vollwendenden Grundbodenbearbeitung eingesetzt wird. Im Gegensatz zum Drehpflug, der den Boden in einer kontinuierlichen Furche wendet, arbeitet der Beetpflug in abgegrenzten, rechteckigen Bodenabschnitten, den sogenannten Beeten. Die Arbeitsweise besteht darin, dass das Gerät die obere Bodenschicht eines Beetes in einer definierten Tiefe von typischerweise 20 bis 30 Zentimetern vollständig aufnimmt, wendet und seitlich ablegt. Dadurch wird eine vollständige Durchmischung und Lockerung des Bodens erreicht, wobei Pflanzenreste und organische Substanz in tiefere Schichten gelangen.

Technisch unterscheidet man zwischen ein- und mehrscharigen Ausführungen, wobei die Schare entweder starr oder über eine hydraulische Seiteneinstellung verfügen. Der Einsatz von Beetpflügen ist in der Praxis rückläufig, da die vollwendende Bearbeitung ein hohes Maß an Bodenerosion und eine Zerstörung der Bodenaggregatstruktur begünstigt. Im Kontext der aktuellen Agrarförderung in Österreich und Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die ÖPUL-Maßnahmen und die Düngeverordnung, wird die konservierende Bodenbearbeitung gegenüber dem wendenden Pflugeinsatz bevorzugt. Der Beetpflug findet heute vor allem noch in Spezialkulturen oder auf Flächen mit hohem Unkrautdruck Anwendung, wo eine vollständige Bodenwendung aus pflanzenbaulichen Gründen erforderlich ist.

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