Baugesetzbuch
Das Baugesetzbuch (BauGB) ist die zentrale kodifizierte Rechtsgrundlage des öffentlichen Baurechts in der Bundesrepublik Deutschland. Es regelt als Bundesgesetz die Zulässigkeit und Ordnung der baulichen und sonstigen Nutzung von Grundstücken. Für die Landwirtschaft ist das BauGB insbesondere im Rahmen der Bauleitplanung und der Beurteilung von Vorhaben im Außenbereich von essenzieller Bedeutung. Nach § 35 BauGB sind privilegierte Vorhaben im Außenbereich, zu denen ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb dient, grundsätzlich zulässig, sofern keine öffentlichen Belange entgegenstehen. Die Vorschriften des BauGB definieren damit den rechtlichen Rahmen für die Errichtung von Wirtschaftsgebäuden, Stallanlagen oder Biogasanlagen im Außenbereich. Die Novellierung des BauGB im Jahr 2024 hat unter anderem die Regelungen zur Innenentwicklung und zur Nutzung erneuerbarer Energien im Außenbereich präzisiert. Die Anwendung des BauGB erfolgt stets in Wechselwirkung mit landesspezifischen Bauordnungen und Fachplanungsgesetzen, wobei die Sicherung der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Teil der Abwägung in der Bauleitplanung zu berücksichtigen ist.

